Hintergrund
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01.12.2013
AG-Pharma
Nach der Bundestagswahl haben wir einen neuen vielversprechenden Ansprechpartner
        
Fast zwei Monate ist die Bundestagswahl 2013 nun her. Noch ist unklar, wer in Zukunft an der Spitze des Gesundheitsministeriums maßgeblich über die Rahmenbedingungen unserer Industrie entscheiden wird...
(v.l.): Christian Kruse (AGPB), Johannes Schwarz (Pfizer Dt.), Ilka Mahnecke (Sanofi), Dr. Andreas von Gehlen (Wiss.Mit. MdB Lengsfeld), Inge Reuter-Meyer (Sanofi), Manfred Lock (Takeda), Dr. Philipp Lengsfeld MdB, Dr. Richard Fiegen (Pfizer)
Ebenfalls unklar ist die Besetzung der Fachausschüsse im Deutschen Bundestag. Mit Spannung erwarten wir, wer in den für uns bedeutenden Ausschüssen wie dem Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftsausschuss Platz nehmen wird. Doch noch spannender ist die Ausschussvergabe für die frisch gewählten Abgeordneten, die dieser Tage ihre zukünftigen Büros für die 18. Legislaturperiode zugewiesen bekommen und beziehen.
Einer dieser neuen Abgeordneten ist Dr. Philipp Lengsfeld. Viele von Ihnen kennen ihn sicher schon von den Plakaten, die im Sommer die Laternen rund um unseren Standort zierten. Wir hatten vor wenigen Tagen die Möglichkeit, Herrn Dr. Lengsfeld auch persönlich kennenzulernen. Gemeinsam hatten die Betriebsräte von Pfizer, Sanofi und Takeda ihn zu einem „Kennenlernen-Gespräch“ eingeladen, die unser neuer Abgeordneter für Berlin-Mitte sofort annahm.
Kein Wunder, schließlich stammt Herr Dr. Lengsfeld sozusagen aus der „Familie“. Bis zu seiner Wahl war er im Bereich Global Medical Affairs bei Bayer Healthcare im Geschäftsbereich Kontrastmittel tätig. Der studierte Physiker möchte sich daher vor allem für Forschung und Entwicklung in Deutschland stark machen. Auf seiner Ausschuss-Wunschliste steht der Forschungsausschuss an erster Stelle. Seine spezielle Sensibilisierung für dieses Thema ist dabei nicht zu verkennen. Wir drücken ihm fest die Daumen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.
In unserem zweistündigen Gespräch diskutierten wir über die zunehmenden Belastungen und existenziellen Gefahren für unsere Pharma-Standorte und Arbeitsplätze in Deutschland. Das AMNOG, der Zwangsrabatt und das Preismoratorium haben zu Kosteneinsparungen und Personalabbau geführt. Dieser Trend muss gestoppt werden. Forschung und Entwicklung müssen unterstützt und angemessen honoriert werden. Die letzten Produktionsstätten in Deutschland müssen gesichert werden. Mit unseren Anliegen stießen wir bei Herrn Dr. Lengsfeld und seinem wissenschaftlicher Mitarbeiter Herrn Dr. Andreas von Gehlen auf Interesse und Zustimmung.
 
Die seltene Zustimmung überraschte uns nicht. Diese dürfte nicht nur seiner Beschäftigung bei Bayer geschuldet sein, sondern könnte auch in den vier Pharma-Standorten in seinem Wahlkreis begründet liegen: Bayer (vormals Schering), Pfizer, Sanofi und seit Beginn dieses Jahres auch Takeda. Herrn Dr. Lengsfeld sind faire und planbare wirtschaftliche Rahmenbedingungen für unsere Industrie daher besonders wichtig.
Aufmerksam wurden unsere Wünsche und Anliegen notiert und er versprach, in der nächsten Legislaturperiode als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Darüber hinaus wird Herr Dr. Lengsfeld zeitnah mit der CDU-Wirtschaftssenatorin aus Berlin, Cornelia Yzer (ehemalige VfA-Geschäftsführerin), Kontakt aufnehmen, um sich mit ihr gemeinsam für die Interessen der Berliner Pharma-Standorte einzusetzen. Lediglich bei der Verhinderung eines verlängerten Zwangsrabattes zeigte sich unser CDU-Abgeordneter für Berlin-Mitte zögerlich. Als frisch gewähltes Mitglied des Bundestages möchte er seinen Kollegen nicht gleich zu Beginn der Legislaturperiode in aktuelle Entscheidungen hineinreden. Er möchte sich dafür umso mehr für eine mittel-und langfristige Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen einsetzen und mit uns im Dialog bleiben.
Mittlerweile wissen wir, dass der Koalitionsausschuss Gesundheit bereits positiv über die Verlängerung des Zwangsrabattes entschieden hat, wenn auch abgesenkt auf sieben Prozent. Das Preismoratorium soll ebenfalls verlängert werden. Beim Thema Arzneimittel waren sich CDU und SPD schnell zu Lasten der Industrie einig. Bei den anderen Themen des Gesundheitsbereiches dürfte es deutlich größere Hürden geben.
Bleibt die Hoffnung, dass wir mit Herrn Dr. Lengsfeld einen Ansprechpartner im Bundestag gefunden haben, der in Zukunft auch kritische Fragen stellt und positive Veränderungen schafft, um unsere Arbeitsplätze zu sichern. Unser erster Eindruck war auf jeden Fall sehr positiv.     
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden…
 

Ihr Betriebsrat

 

© AG Pharma Betriebsräte

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