Hintergrund
  • Teaser
Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
10.05.2017
Hostel auf Gelände der nordkoreanischen Botschaft in Berlin

Am Dienstag, dem 9. Mai berichteten Berliner Zeitungen davon, dass die nordkoreanische Botschaft in Berlin-Mitte, die seit dem Ende des Ost-West-Konflikts überdimensioniert und zu großen Teilen leer steht, ein Botschaftsgebäude an das Berliner Cityhostel vermietet. Kritik wird nun laut, denn während der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un sein Volk einsperrt, von der Welt isoliert, hungern und drangsalieren lässt, andererseits aber Südkorea, Japan, die USA und Ostasien insgesamt mit atomarer Aufrüstung bedroht, macht das Regime Immobiliengeschäfte über seine extraterritorialen Grundstücke und beschafft so dringend benötigte Devisen für sein Rüstungsprogramm.

Inzwischen prüft die Bundesregierung, welche Schritte unternommen werden können, um schnell und wirkungsvoll dieses „Schlupfloch“ für Nordkorea schließen zu können.

"Das war ein offenes Geheimnis - ich wusste das", sagt Philipp Lengsfeld in einer kurzen Stellungnahme gegenüber dem Berliner Tagesspiegel. "Ich begrüße die Entscheidung der Bundesregierung, die Sanktionen gegen Nordkorea jetzt konsequent umzusetzen."

Es sei schließlich nicht die Aufgabe einer Botschaft, ein Hostel zu betreiben und Devisen zu verschieben, sagt Philipp Lengsfeld, der 2015 als Teil der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe Süd- und Nordkorea besucht hat. "Das Atomprogramm stellt eine unglaubliche Gefahr für die Koreanische Halbinsel dar."

 
Twitter