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AKTUELLES AUS DEM BUNDESTAG
03.08.2017
Zum Abschluss meiner fachlichen Arbeit im Bereich Technikfolgenabschätzung war ich im Juli für einige Tage in Kasachstan zum Thema Aralsee und dessen katastrophalen Entwicklung bis heute.

In den 60ziger Jahren hatten die Sowjetkommunisten große Pläne für Zentralasien. Baumwollanbau in der Wüste von Usbekistan und Reisanbau in der Steppenwüste Kasachstans. Mit den beiden großen Flüssen Amudarja und Syrdarja, den einzigen Zuläufen des riesigen Aralsees, schien genug Wasser vorhanden zu sein.

Da aber auf die ökologischen Folgen wenig Rücksicht genommen wurde, entwickelte sich diese industrielle Utopie zur größten menschgemachten Umweltkatastrophe. Der Aralsee starb praktisch durch das Abgraben des Wassers. Nach dem Untergang der Sowjetunion versuchten die direkt oder indirekt betroffenen Anrainerstaaten des Aralsees und der beiden Flüsse die Situation zu stabilisieren und zu verbessern. Leider sind bis dato nur in Kasachstan wirkliche Fortschritte erreicht worden.

Hier wurde durch einen Dammbau in der Nähe des Syrdarja-Deltas und durch einen gewissen Rückbau der Reisanbauflächen der sogenannte kleine, nördliche Aralsee zunächst gerettet und wieder vergrößert. Jetzt hofft die ehemalige wichtige Hafenstadt Aralsk wieder auf Wasser. Dazu müsste der Damm vergrößert werden oder ein weiterer Damm gebaut werden.

All dies hatte ich in Ansätzen durch Berichte schon erfahren, der unmittelbare Eindruck und die Gespräche vor Ort sind aber unübertroffen. Ich stand am leeren Hafenbecken von Aralsk und auf dem Damm, der den kleinen, nördlichen Aralsee rettet. Durch den Besuch in Kasachstan war mir auch ein Besuch auf der ‚kleinen‘ Expo 2017, mit Schwerpunkt Energie möglich. Auf dem Weg nach Aralsk hatte ich zudem kurz Gelegenheit die Stadt Baikonur, die Siedlung für den berühmten Weltraumbahnhof, zu besuchen.

Hier finden Sie eine ausführliche Fotostrecke der Reise.

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